Kammerjäger in Schöneberg: Altbaublöcke, Gastronomie im Haus und der Weg zum Amt
Schöneberg reicht von der Kurfürstenstraße im Norden, wo der Bezirk Mitte beginnt, bis über den Akazienkiez und die Hauptstraße, und ist in seinem Norden dicht bebaute Gründerzeit. Diese Seite erklärt, welche Wege diese Bauform Ratten und Schaben baut, warum im Keller die Artfrage über die Meldepflicht entscheidet und an welche Stelle die Meldung geht.
Das Wichtigste zuerst
- Der Umweltatlas weist für den Alt-Bezirk Schöneberg, zu dem neben Schöneberg auch Friedenau gehörte, deutlich über die Hälfte der Wohngebäude als bis 1920 errichtet aus. Das Bezirksregionenprofil Schöneberg Nordwest beschreibt den Norden als dicht bebauten Innenstadtbereich mit überwiegender Blockbebauung der Gründerzeit.
- Bei Ratten verlangt die Berliner Verordnung zweierlei unverzüglich: die Meldung an das Gesundheitsamt und die Beauftragung einer Fachkraft. Für Schöneberg heißt die Stelle Hygiene und Umweltmedizin, Rathausstraße 27.
- Schaben in der Privatwohnung sind kein Meldefall. Die volle Pflicht trifft nur besonders gefährdete Einrichtungen, und in der Küche eines Lebensmittelbetriebs entscheidet das Fachamt nicht allein, sondern im Einvernehmen mit der Lebensmittelaufsicht.
- Die Nordkante des Ortsteils ist die Kurfürstenstraße. Auf ihrer anderen Seite beginnt der Bezirk Mitte, und dort nimmt ein anderes Amt die Meldung entgegen.
- Zahlen zu Befällen je Ortsteil veröffentlicht keine Stelle, die wir gelesen haben. Die Schwerpunkte dieser Seite folgen deshalb aus der Bauform und nicht aus behaupteter Häufigkeit.
Gründerzeitblöcke zwischen Kurfürstenstraße und Hauptstraße
Zwei belegte Befunde über das Gebiet, und bei beiden steht dabei, für welchen Zuschnitt sie gelten.
Schöneberg ist einer der sechs Ortsteile des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, und sein Norden liegt tief in der Innenstadt: die Kurfürstenstraße, an der der Bezirk Mitte beginnt, ist zugleich seine Nordkante. Dazwischen liegen die Straßenzüge, die man mit dem Ortsteil verbindet, der Winterfeldtplatz, der Nollendorfplatz, der Akazienkiez um die Akazienstraße und die Hauptstraße, die den Ortsteil nach Süden durchzieht. Das Rathaus Schöneberg am Rudolph-Wilde-Park war bis zur Bezirksfusion Sitz eines eigenen Bezirks: Friedenau und Schöneberg bildeten nach der Eingemeindung 1920 den elften Berliner Verwaltungsbezirk, seit dem 1. Januar 2001 gehören beide zu Tempelhof-Schöneberg.Quelle 3Quelle 4
Der erste Befund ist das Alter der Häuser. Der Umweltatlas weist für den Alt-Bezirk Schöneberg deutlich über die Hälfte der Wohngebäude als bis 1920 errichtet aus. Der Wert gilt für den Alt-Bezirk als Ganzes, also für Schöneberg und Friedenau zusammen, und wir rechnen ihn nicht auf den Ortsteil herunter. Für den Norden gibt es die genauere Aussage: das Bezirksregionenprofil Schöneberg Nordwest beschreibt einen dicht bebauten Innenstadtbereich mit überwiegender Blockbebauung der Gründerzeit. Der Umweltatlas beschreibt diesen Flächentyp als geschlossene Blockbebauung mit Hinterhöfen. Was das im Bestand bedeutet, sieht man in jedem Aufgang: Keller und Dielenböden aus der Bauzeit, Wände voller nachträglich gelegter Leitungen, und hinten der gemeinsame Hof mit den Tonnenplätzen des ganzen Blocks.Quelle 6Quelle 4Quelle 7
Der zweite Befund liegt unter der Straße. Schöneberg ist an die Mischwasserkanalisation angeschlossen, Schmutz- und Regenwasser laufen dort im selben Kanal; im Trennsystem erschlossen sind erst die Außenbereiche des Bezirks. Unter dem Akazienkiez und der Hauptstraße liegt also derselbe Kanaltyp wie unter der übrigen Berliner Innenstadt, und warum das für eines der beiden Tiere auf dieser Seite zählt, steht im nächsten Abschnitt.Quelle 8
Beide Befunde beschreiben eine Ausgangslage, keinen Befall. Es gibt keine veröffentlichte Statistik darüber, wie oft aus Schöneberg gemeldet wird, und aus Gebäudealter oder Kanalnetz eine Häufigkeit zu errechnen wäre eine Erfindung. Was die Bauform hergibt, ist etwas anderes: sie sagt, an welchen Stellen eines Hauses eine Suche ansetzen muss.
Ratten: Altbaukeller, Hof und der Mischwasserkanal
Das Tier, bei dem die Meldung Pflicht ist, und der Fall, in dem die Artbestimmung selbst zur Rechtsfrage wird.
Unter Schöneberg liegt der Mischwasserkanal, und genau dieser Zusammenhang steht beim Umweltbundesamt im Steckbrief der Wanderratte: Populationen wechseln danach häufig zwischen dem Lebensraum Kanal und oberirdischen Bereichen, und in Gebäude gelangen die Tiere über Kellerfenster und defekte Kanalisationsanschlüsse, in Altbauten auch bis in die Wohnungen. Ein Hausanschluss, der seit der Gründerzeit im Boden liegt, und ein Keller mit Fenstern zum Hof sind also nicht zwei getrennte Themen, sondern zwei Enden desselben Weges. Wichtig ist die Einschränkung derselben Quelle: der Kanal ist nicht der hauptsächliche Lebensraum der Tiere, ein Fund im Hof beweist keinen Befall im Kanal.Quelle 9Quelle 8
Der Hof selbst ist der dritte Weg. Hinter den Geschäftshäusern der Hauptstraße und den Wohnhäusern des Akazienkiezes stehen die Tonnen mehrerer Aufgänge und Läden beieinander, denn die geschlossene Blockbebauung kennt keinen Hof für eine einzelne Partei. Ein Tier, das dort gesichtet wird, ist darum kein Wohnungsproblem, sondern eine Sache des Grundstücks, und genau daran, am Grundstück, hängt auch die Meldepflicht. Was sie im Einzelnen umfasst, steht auf unserer Seite zu Ratten.Quelle 7Quelle 11
Im dunklen Altbaukeller entscheidet die Artfrage über die Pflicht. Die Berliner Schädlingsbekämpfungsverordnung nennt in Paragraf 1 unter den Nagetieren nur Hausratten und Wanderratten, Hausmäuse stehen nicht darin. Eine Maus im Keller löst also weder Melde- noch Beauftragungspflicht aus, die Anzeige an den Vermieter nach Paragraf 536c Absatz 1 BGB bleibt davon unberührt. Wer nicht sicher ist, was er gesehen hat, findet die Unterscheidungsmerkmale auf unserer Seite zu Mäusen und meldet im Zweifel lieber einmal zu viel als einmal zu spät.Quelle 11Quelle 12
Schaben, wo das Lokal im Erdgeschoss wohnt
Am Akazienkiez und an der Hauptstraße ist die Gastronomie im Wohnhaus der Regelfall der Bauform, nicht die Ausnahme.
Das Schöneberger Gründerzeithaus an einer Geschäftsstraße hat unten ein Lokal oder einen Laden und darüber vier oder fünf Etagen Wohnungen. Für die Schabe ist das eine durchgehende Landschaft. Nach dem Steckbrief des Umweltbundesamts sind die Tiere nachtaktiv und sitzen tagsüber versteckt, wo es dunkel, warm und feucht ist und Nahrung in der Nähe liegt: in Küche und Bad, hinter Schränken und Spüle, in Ritzen und Spalten, an Leitungsdurchführungen. Von diesen Durchführungen hat ein Haus, dessen Wände seit der Gründerzeit immer wieder neue Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen aufgenommen haben, besonders viele, und sie führen von der Erdgeschossküche in die Geschosse darüber. Irgendwann gehört der Befall dann keiner Einheit mehr, sondern dem Haus.Quelle 10
Das Recht behandelt dasselbe Tier je nach Stockwerk verschieden. Wer Schaben in der eigenen Wohnung findet, muss nichts melden. Die volle Melde- und Beauftragungspflicht knüpft die Verordnung bei synanthropen Schaben an besonders gefährdete Einrichtungen, zu denen etwa Kita, Klinik, Praxis, Heim oder Massenunterkunft zählen. Und für die Küche des Erdgeschosslokals gibt es eine dritte Ebene: Paragraf 6 Absatz 5 lässt das handelnde Fachamt Maßnahmen nur im Einvernehmen mit dem für das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtswesen zuständigen Fachamt anordnen. Vierter Stock ohne Pflicht, Erdgeschoss mit zwei Behörden, dazwischen vier Etagen Leitungsschächte.Quelle 11
Praktisch folgt daraus eine Reihenfolge. Der Betrieb im Erdgeschoss dokumentiert von Anfang an so, dass der Vorgang vor beiden Ämtern Bestand hat, was dazugehört, steht auf der Seite zu Gewerbe und Gastronomie. Wer wissen will, welche Art er vor sich hat und wo gesucht wird, findet das auf der Seite zu Kakerlaken und Schaben. Und weil ein Hausbefall selten sauber einer Einheit zuzurechnen ist, steht am Ende fast immer die Kostenfrage zwischen den Parteien. Die Berliner Rechtsprechung dazu ist auf der Seite zu Vermieter und Mieter aufbereitet.Quelle 10Quelle 11
Wenn Sie sagen, in welchem Geschoss das Tier war und ob im Haus ein Lebensmittelbetrieb sitzt, ist danach klar, welche Pflichten gelten und wer sie hat.
Die Kurfürstenstraße ist eine Amtsgrenze
Mitten im dichtesten Teil des Ortsteils wechselt an einer einzigen Straße die zuständige Behörde.
Die Bezirksregionenprofile des Bezirksamts beschreiben die Nordkante des Ortsteils strassengenau: sowohl Schöneberg Nordwest als auch Schöneberg Nordost grenzen entlang der Kurfürstenstraße an den Bezirk Mitte. Für die Meldung ist das keine Fußnote. Ein befallenes Objekt auf der Nordseite dieser Linie liegt in Mitte, und die Meldung geht dann an das Gesundheitsamt des Bezirksamts Mitte mit eigener Anschrift und eigenen Kontaktwegen, nicht an die Rathausstraße 27.Quelle 4Quelle 5
Im Westen beschreibt das Profil Schöneberg Nordwest die Grenze zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf entlang der Bambergerstraße, der Etalerstraße und der Nürnbergerstraße, jenseits davon ist das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig. Im Osten reicht Schöneberg Nordost nach dem Profil bis zur Grenze zum Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Innerhalb des Bezirks ändert sich dagegen nichts: für alle sechs Ortsteile von Schöneberg bis Lichtenrade ist dieselbe Dienststelle zuständig, und maßgeblich ist die Lage des befallenen Objekts, nicht der Sitz von Eigentümer oder Hausverwaltung.Quelle 4Quelle 5Quelle 3Quelle 11
Das Amt trägt Schöneberg in der Postanschrift
Für die vollständige Beschreibung des Meldewegs ist die Bezirksseite da. Hier steht, was davon Schöneberg betrifft.
Zuständig für ein Objekt in Schöneberg ist Hygiene und Umweltmedizin im Gesundheitsamt des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg. Die Dienststelle nennt die Beratung bei Schädlingsbefall, die Meldung von Schädlingsbefall und die Überwachung der notwendigen Maßnahmen selbst als Aufgabe. Die Hausanschrift lautet Rathausstraße 27, 12105 Berlin, das Telefon (030) 90277-7353, das Fax (030) 90277-7504, die E-Mail-Adresse hygiene@ba-ts.berlin.de. Das Bezirksamt veröffentlicht Sprechzeiten von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 15:00 Uhr, telefonisch und persönlich.Quelle 1
Die Postanschrift weicht ab und trägt den Namen des Ortsteils: Rathaus Schöneberg, 10820 Berlin. Beide Anschriften stehen so in der Berliner Dienstleistungsbeschreibung, und beide sind richtig. Die Meldung selbst ist per Brief, per E-Mail oder telefonisch möglich und gebührenfrei; als relevante Angaben nennt die Dienstleistungsbeschreibung den Ort der Sichtung, den Eigentümer des Grundstücks, die Kontaktdaten der meldenden Person und eine photographische Dokumentation. Die Nachbarbezirke, den landesweiten Vordruck und die Folgemitteilungen zu Beginn und Abschluss der Bekämpfung führt die Seite zum Bezirk Tempelhof-Schöneberg; was landesweit gilt, die Seite zur Meldepflicht in Berlin.Quelle 2Quelle 1
| Tier | Pflicht in der Privatwohnung | Wo das Umweltbundesamt die Verstecke beschreibt |
|---|---|---|
| Ratten | Meldung und Beauftragung einer Fachkraft, beides unverzüglich | Pendeln zwischen Kanal und Oberfläche, Zugang durch Kellerfenster und schadhafte Kanalisationsanschlüsse |
| Schaben | Keine. Voll pflichtig sind nur besonders gefährdete Einrichtungen | Dunkle, warme, feuchte Verstecke nahe der Nahrung: Küche, Bad, Ritzen, Leitungsdurchführungen |
| Hausmäuse | Keine. Unter den Nagetieren führt Paragraf 1 nur Hausratten und Wanderratten | Zur Abgrenzung von der Ratte siehe die Seite zu Mäusen |
Wie wir nach Schöneberg kommen
Der einzige Abschnitt auf dieser Seite, in dem es um uns geht.
Nach Schöneberg kommen wir gefahren, von unserer einen Anschrift in Berlin aus. Ein Büro am Winterfeldtplatz gibt es nicht, ebenso wenig einen Stützpunkt an der Hauptstraße, und ein Team, das im Ortsteil stationiert wäre, auch nicht. Angefahren wird der Akazienkiez genauso wie der Nollendorfplatz oder die Wohnstraßen am Rudolph-Wilde-Park. Der Wagen, der dann vor dem Haus steht, trägt keine Aufschrift, und die Nachbarn sehen jemanden mit einem Koffer kommen. Wo sich Lokal und Wohnungen einen Aufgang teilen, ist diese Unauffälligkeit für viele der eigentliche Grund anzurufen.
Im Haus wird erst gesucht, dann behandelt, und den Preis für den Einsatz nennen wir, bevor wir anfangen. Der Sachkundenachweis nach TRGS 523 ist in Deutschland Voraussetzung, um Biozide gegen Schädlinge einzusetzen, fragen Sie jeden Betrieb danach, uns eingeschlossen. Und bei Ratten gehört zum Einsatz die Bescheinigung, mit der die Abschlussmeldung an das Bezirksamt geführt wird. Woran der Aufwand eines Einsatzes hängt und weshalb ein telefonisch zugesagter Festpreis ohne Besichtigung misstrauisch machen sollte, steht auf unserer Seite Was den Preis bestimmt.Quelle 11
Beschreiben Sie am Telefon das Tier, das Geschoss und ob Hof oder Keller betroffen sind. Im selben Gespräch klären wir, ob eine Meldung fällig ist, absetzen müssen Sie sie allerdings selbst.
Fragen und Antworten
Wo melde ich einen Rattenbefall in Schöneberg?
Bei Hygiene und Umweltmedizin im Gesundheitsamt des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg, Rathausstraße 27, 12105 Berlin. Telefon (030) 90277-7353, E-Mail hygiene@ba-ts.berlin.de, Sprechzeiten Montag bis Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr. Die Meldung ist per Brief, per E-Mail oder telefonisch möglich und gebührenfrei.
Warum lautet die Postanschrift Rathaus Schöneberg, die Hausanschrift aber Rathausstraße 27?
Beides ist richtig, und beides steht so in der Berliner Dienstleistungsbeschreibung. Die Hausanschrift der Dienststelle lautet Rathausstraße 27, 12105 Berlin, die Postanschrift Rathaus Schöneberg, 10820 Berlin. Wer eine Postleitzahl ohne Straße vor sich hat, hat also keinen Fehler gefunden, sondern die Postanschrift desselben Amtes.
Mein Haus steht an der Kurfürstenstraße. Melde ich in Schöneberg oder in Mitte?
Das kommt auf die Seite der Straße an. Die Bezirksregionenprofile Schöneberg Nordwest und Nordost beschreiben die Grenze zum Bezirk Mitte entlang der Kurfürstenstraße. Liegt das befallene Objekt auf der Mitte-Seite, ist das Gesundheitsamt des Bezirksamts Mitte zuständig, liegt es auf der Schöneberger Seite, die Dienststelle in der Rathausstraße 27. Maßgeblich ist immer die Lage des Objekts.
Muss ich Schaben in meiner Schöneberger Wohnung melden?
Für die Privatwohnung sieht die Berliner Schädlingsbekämpfungsverordnung keine Meldung vor. Melde- und Beauftragungspflicht treffen bei synanthropen Schaben nur besonders gefährdete Einrichtungen wie Kita, Klinik, Praxis, Heim oder Massenunterkunft. Auf die leichte Schulter gehört der Fund deshalb nicht: für Artbestimmung und das Auffinden der Verstecke braucht es nach dem Umweltbundesamt Fachkenntnisse, es empfiehlt die professionelle Bekämpfung.
Unten in meinem Haus ist ein Café. Ändert das etwas an den Pflichten?
Ihre eigene Pflicht als Bewohner bleibt, wie sie ist. Das Verfahren kann sich dagegen verdoppeln: Maßnahmen in einem Lebensmittelbetrieb ordnet das handelnde Fachamt nach Paragraf 6 Absatz 5 der Verordnung nur im Einvernehmen mit dem für das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtswesen zuständigen Fachamt an. Ein Befall in der Küche beschäftigt damit zwei Behörden, und die Unterlagen des Betriebs sollten von Anfang an vor beiden bestehen können.
Ich habe eine Maus im Keller gesehen. Muss ich das melden?
Nein. Hausmäuse stehen nicht in Paragraf 1 der Berliner Schädlingsbekämpfungsverordnung, die unter den Nagetieren nur Hausratten und Wanderratten nennt. Eine Melde- oder Beauftragungspflicht aus dieser Verordnung besteht deshalb nicht. Die Anzeige an den Vermieter nach Paragraf 536c Absatz 1 BGB bleibt davon unberührt, und wenn sich das Tier als Ratte herausstellt, greift die volle Meldepflicht.
Erkennt man an Ihrem Fahrzeug, warum es vor dem Haus steht?
Nein. Der Wagen trägt keine Aufschrift, und wer uns im Treppenhaus begegnet, sieht jemanden mit einem Koffer. Gerade dort, wo sich Lokal und Wohnungen einen Aufgang teilen, ist diese Unauffälligkeit für viele Anrufer der wichtigste Punkt neben der Sache selbst.
Was kostet ein Einsatz in Schöneberg?
Hier steht keine Zahl, weil jede Zahl ohne Besichtigung geraten wäre. Die Kosten einer Schädlingsbekämpfung richten sich nach Befall, Fläche, Zugang und der Zahl der nötigen Termine. Wir sehen uns den Befall an und nennen den Preis, bevor wir anfangen. Ein telefonisch zugesagter Festpreis, ohne dass jemand den Befall gesehen hat, ist dagegen ein Warnzeichen.
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen
Jede rechtliche und biologische Aussage auf dieser Seite ist belegt. Die Fundstellen stehen hier, damit Sie nachlesen können.
- Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Gesundheitsamt, Hygiene und UmweltmedizinAnschrift Rathausstraße 27, 12105 Berlin, Telefon (030) 90277-7353, Fax (030) 90277-7504, E-Mail hygiene@ba-ts.berlin.de, Sprechzeiten Montag bis Freitag 9:00 bis 15:00 Uhr telefonisch und persönlich, Aufgaben einschließlich Beratung bei Schädlingsbefall, Meldung von Schädlingsbefall und Überwachung notwendiger Maßnahmen
- Berliner Dienstleistungsdatenbank, Schädlingsbefall meldenAblauf Meldung per Brief, E-Mail oder telefonisch; Angaben Ort der Sichtung, Eigentümer des Grundstücks, Kontaktdaten der meldenden Person, photographische Dokumentation; Gebühren gebührenfrei; Standort Tempelhof-Schöneberg mit Rathausstr. 27, 12105 Berlin und Postanschrift Rathaus Schöneberg, 10820 Berlin
- Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Über den Bezirk, Ortsteile in Tempelhof-SchönebergDie sechs Ortsteile Schöneberg, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade; Eingemeindung zum 01.10.1920, elfter Verwaltungsbezirk Schöneberg aus Friedenau und Schöneberg; Zusammenlegung zum 01.01.2001
- Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Bezirksregionenprofil Schöneberg NordwestAbschnitt Lage: Grenze entlang der Kurfürstenstraße an den Bezirk Mitte, westlich bis zur Grenze des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf entlang Bambergerstraße, Etalerstraße und Nürnbergerstraße; Abschnitt Bebauung: dicht bebauter Innenstadtbereich, überwiegend Blockbebauung der Gründerzeit
- Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Bezirksregionenprofil Schöneberg NordostAbschnitt Lage: Grenze entlang der Kurfürstenstraße an den Bezirk Mitte, östlich bis zur Grenze zum Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
- Umweltatlas Berlin, Karte 06.12 Gebäudealter der Wohnbebauung, Ausgabe 2016Kartenbeschreibung und Abbildung 6, Anteil der Wohngebäude bis 1920 nach Altbezirken
- Umweltatlas Berlin, Karten 06.07 und 06.08 Stadtstruktur, Ausgabe 2020Kartenbeschreibung, gründerzeitliche Flächentypen mit geschlossener Blockbebauung und Hinterhöfen
- Umweltatlas Berlin, Karte 02.09 Entsorgung von Regen- und Abwasser, Ausgabe 2022Kartenbeschreibung, Mischwasserkanalisation im Altbezirk Schöneberg, Trennsystem in den Außenbereichen
- Umweltbundesamt, Steckbrief WanderratteLebensraum, Wechsel zwischen Kanal und oberirdischen Bereichen, Eindringen über Kellerfenster und defekte Kanalisationsanschlüsse
- Umweltbundesamt, Steckbrief SchabenLebensweise und Verstecke, Ritzen und Spalten, Leitungsdurchführungen, Empfehlung zur professionellen Bekämpfung
- Verordnung zur Bekämpfung von Gesundheitsschädlingen (SchädlBekV) vom 22. April 2026GVBl. Nr. 13 S. 177 bis 180, gültig ab 09.05.2026. Paragrafen 1, 5, 6 und 9
- Bürgerliches Gesetzbuch, Paragraf 536cAbsatz 1, Anzeigepflicht des Mieters gegenüber dem Vermieter
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